FRIEDERSREUTH. Schrecklicher Unfall in Friedersreuth (Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab): Am Montag kam gegen 15:50 Uhr ein Schulbus auf einer abschüssigen Strecke von der Fahrbahn ab, streifte eine Hausmauer und prallte gegen einen Gartenzaun.
Der Schulbus hätte seine 14 Insassen – Kinder zwischen 13 und 16 Jahren – von der Schule nach Hause bringen sollen. Durch den Verkehrsunfall wurden alle Insassen zum Teil schwer verletzt.
Außer Lebensgefahr
Zwei 13-jährige Schülerinnen wurden mit schwersten Kopf- und Gesichtsverletzungen mit zwei herbeigerufenen Rettungshubschraubern aus Nürnberg und Bayreuth in die Uniklinik nach Erlangen gebracht. 'Wir hielten heute morgen Rücksprache mit einem behandelnden Arzt, der eine erste Entwarnung gab. Für die Mädchen besteht momentan keine Lebensgefahr', so Werner Stopfer von der Polizeidirektion Weiden am Dienstag.
Kein Alkohol im Blut
Vier der Kinder wurden schwer verletzt, acht Kinder und der Busfahrer leicht. Sie wurden auf die umliegenden Krankenhäuser verteilt. Am Bus entstand Totalschaden in Höhe von rund 50 000 Euro, den Schaden am Gebäude beziffert die Polizei Weiden auf etwa 10 000 Euro. Für die Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Bei dem 2001 zugelassenen Bus konnten bisher äußerlich keine erkennbaren Mängel festgestellt werden, die Rückschlüsse auf die Unfallursache zulassen. Auch die bisherigen Überprüfungen hinsichtlich der bei Kraftomnibussen vorgeschriebenen turnusmäßigen Untersuchungen ergaben bislang keine relevanten Mängel.
Ein Alkotest beim 70-jährigen Fahrer war ebenso negativ. Die zuständige Polizeidienststelle hat bislang eine Befragung der verletzten Kinder zurückgestellt. Inzwischen hat sich der Gesundheitszustand der lebensgefährlich verletzten 13-jährigen Schülerinnen stabilisiert. Derzeit befinden sich noch vier Kinder in stationärer Behandlung.
Dutzende Helfer
An die Unfallstelle wurde gestern auch das Kriseninterventionsteam des BRK Weiden gerufen, das sich um die Verletzten und deren Angehörigen kümmerte. Derzeit führen zwei Teams eine Nachsorge in der Hauptschule Pressath durch, aus der die verletzten Kinder kommen. Bei dem Rettungseinsatz waren neun Notärzte mit einem leitenden Notarzt, 56 BRK-Helfer, zwei Rettungshubschrauber und die FFW Friedersreuth im Einsatz.