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Open Air „Klassik im Schloss“
Foto: Veranstalter
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SULZBACH-ROSENBERG. Dieses Jahr kann man wieder im Sommer dem Bayerischen Landesjugendorchester im wunderschönen Schlosshof lauschen.

Die Neujahrskonzerte des Bayerischen Landesjugendorchesters in Sulzbach-Rosenberg haben inzwischen ja bereits Tradition. Nun besteht auch heuer wieder die Gelegenheit, auch im Sommer im wunderschönen Innenhof des Sulzbacher Schlosses diesen Hörgenuss zu erfahren.

In Zusammenarbeit veranstalten der Lions Club Sulzbach-Rosenberg, die Kulturwerkstatt und die Städt. Sing- und Musikschule am Freitag, den 6. August das zweite von fünf Konzerten der Sommeraktivität des Bayerischen Landesjugendorchesters.

Auf dem Programm stehen von Leonhard Bernstein (1928 – 1990) die Candide Ouverture, von Victor Herbert das Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 e-moll op. 30 und Peter Tschaikowsky‘s Symphonie Nr 6 b-moll „Pathétiqu“.
Die Leitung liegt in den Händen Sebastian Tewinkel, der bereits als Dirigent beim Neujahrskonzert 2009 wirkte.

1. Das Ensemble
In den Winterferien 1974/75 taten sich erstmals junge Musiker aus Bayern zu einer Arbeitsphase zusammen, um als Orchester größere sinfonische Werke einzustudieren.
Es war die Geburtsstunde des Bayerischen Landesjugendorchesters (BLJO), mit einem Programm, dessen Zusammenstellung und Anspruch sich unmissverständlich am professionellen Bereich des Musiklebens orientierte. Sehr schnell wuchs dieses junge Ensemble zu einer dauerhaften Einrichtung zusammen.

Konzerte in großen Musikmetropolen des In- und Auslandes, sogar in Australien, haben das Orchester weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Einen alljährlichen Höhepunkt stellen die großen Januarkonzerte dar; ganz besonders die Veranstaltung in der Philharmonie im Münchener Gasteig, deren Ausrichtung regelmäßig durch das Kulturreferat der Stadt München unterstützt wird.
Foto: Veranstalter
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Als Amateurorchester, dessen Mitglieder aus dem BLJO immer dann ausscheiden, wenn sie eine professionelle Berufsausbildung beginnen, hat ein solches Ensemble naturgemäß eine wechselnde Besetzungsstruktur: Die Musiker sind zwischen 14 und Anfang 20 Jahre alt. Es sitzen also durchwegs Schüler an den Orchesterpulten. Viele von ihnen sind Preisträger der Wettbewerbe „Jugend musiziert“, aber auch andere junge Instrumentalisten können sich um eine Teilnahme bewerben. Alle müssen zunächst ein Probespiel und danach eine Probearbeitsphase absolvieren, die über die endgültige Aufnahme ins BLJO entscheidet.

2. Die künstlerische Arbeit
Den intensiven Tuttiproben gehen während der etwa zweiwöchigen Arbeitsphasen Stimmproben der einzelnen Instrumentengattungen voraus, die von qualifizierten Dozenten durchgeführt werden. Diese sind ausnahmslos Berufsmusiker – viele von Ihnen waren früher selbst einmal Mitglied im Bayerischen Landesjugendorchester. Sie bereiten in enger Absprache mit dem Dirigenten die jeweiligen Gruppen in Detailproben so vor, dass dieser sich auf die künstlerische Arbeit konzentrieren kann.

Jeder jugendliche Mitspieler erfährt durch diese gemeinsame Arbeit, dass nur im Zusammenspiel von Eigenverantwortung und Integration das gesamte Ensemble Erfolg haben kann. Damit übernimmt das Bayerische Landesjugendorchester mit seiner musikpädagogischen Aufgabe auch eine soziale Verpflichtung.

3. Die Organisation
Da sich das Bayerische Landesjugendorchester fast ausschließlich aus Schülern zusammensetzt, können die Arbeitsphasen nur in den Schulferien stattfinden, in der Regel im Sommer, zu Weihnachten und Pfingsten in einer der Bayerischen Musikakademien oder anderen Bildungsstätten mit ausreichendem Raumangebot.

Finanziert wird die Arbeit vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Eine zusätzliche Unterstützung erfährt das Orchester durch den Bayerischen Sparkassenverband. Darüber hinaus sind auch Eigenbeiträge der Teilnehmer erforderlich, um den hohen Kostenaufwand zu decken und das Qualitätsniveau zu garantieren. Träger des Bayerischen Landesjugendorchesters ist der Landesausschuss Bayern „Jugend musiziert e.V.“, der es als wichtigsten Bestandteil seiner künstlerischen Fördermaßnahmen betrachtet.

4. Patenschaft des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks
Mit der Übernahme einer Patenschaft für das Bayerische Landesjugendorchester ist das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine besondere Beziehung zu einem Jugendorchester eingegangen. Ziel dieser Patenschaft ist, dem Bayerischen Landesjugendorchester durch eine aktive und regelmäßige Zusammenarbeit qualifizierte Unterstützung bei der Realisierung von Projekten anzubieten. Über die gemeinsamen Konzertprojekte mit Mariss Jansons hinaus stehen die erfahrenen Musiker aus dem Symphonieorchester den jungen Instrumentalisten beratend zur Seite oder vermitteln ihnen - beispielsweise als Dozenten oder als Solisten in gemeinsamen Konzerten - Impulse für deren weitere musikalische Entwicklung.

Karten für das Gastspiel des Bayerischen Landesjugendorchesters in Sulzbach-Rosenberg sind im verbilligten Vorverkauf erhältlich bei der AZ in Amberg, in Sulzbach-Rosenberg bei der SRZ, den Buchhandlungen Dorner und Volkert, der Tourist-Info/Kulturwerkstatt im Rathaus und in der Städt. Sing- und Musikschule oder online unter www.okticket.de.
Die Biografie des Dirigenten
 
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