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SCHWANDORF. Um zwei großen Arbeitswelten der oberpfälzischen Türmer geht es in dem Vortrag von Johann Wax, der am Dienstag, 14. Februar 2012 um 19.30 Uhr, anlässlich des besonderen Geburtstages von Konrad Max Kunz im Stadtmuseum in Kooperation mit der vhs Schwandorf stattfindet. Dabei werden viele Aspekte dieses Handwerksberufs mit Bezug auf Schwandorf und ebenso auf den berühmten Sohn der Stadt beleuchtet, die auch zeigen, dass ihm die Liebe zur Musik sozusagen mit in die Wiege gelegt worden ist.
Konrad Max Kunz (1812 – 1875), Komponist der Bayernhymne, kam als Sohn eines Türmers vor 200 Jahren in Schwandorf im heutigen Wahrzeichen der Stadt, dem Blasturm, zur Welt. Die Türmer hatten einst über Jahrhunderte hinweg nicht nur die Feuerwache als Hauptaufgabe inne, sondern bestritten an den meisten Orten, an denen sie tätig waren, auch jegliche Art von Musikgestaltung, ob im weltlichen oder religiösen Bereich.
Der Referent, Johann Wax, MA, ist stellvertretender Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich bereits mit dem Türmerthema und vermittelt in seinen Vorträgen diesen fast vergessenen Berufsstand nicht nur durch spannende historische Details, sondern vor allem mit Gitarren- und Dudelsackmusik und vielen Bildern ganz lebendig – Kulturgeschichte und Musik, vom Referenten gemeinsam dargeboten, bilden auf diese Weise eine gekonnte und äußerst anschauliche Symbiose. Den (musik-)geschichtlich interessierten Besuchern wird demnach an diesem Abend im Stadtmuseum Schwandorf ein Einblick in vergangene Zeiten auf ganz besondere Weise geboten, welcher die derzeitige Sonderausstellung „Kunz & Co.“ – 200 Jahre Schwandorfer Musikgeschichte(n) vortrefflich ergänzt.
Unkostenbeitrag: 3,50 Euro; ermäßigt: 2,50 Euro
Platzreservierungen sind bei der Volkshochschule Schwandorf unter Tel.: 09431 42060 oder
vhs@schwandorf.de möglich.