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NEUSATH-PERSCHEN. Am Sonntag, den 12. September, findet im Oberpfälzer Freiland Museum Neusath-Perschen bereits der 18. Neusather Rosstag statt.Wieder erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm rund um das Pferd, besonders um das Nutzpferd, das über Jahrhunderte den Menschen bei der mühevollen Arbeit in Wald und Flur unterstützte.
Um 9.30 Uhr sammeln sich die Reiter, die aus allen Richtungen kommen, nach einem Sternritt bei der Raiffeisenhalle im Museum. Pfarrer Gottfried Rottner wird dort um 10.00 Uhr einen Feldgottesdienst zelebrieren und diesen mit einer Pferdesegnung abschließen. Die musikalische Umrahmung übernehmen die Schlossbläser Kaibitz unter der Leitung von Hornmeister Ely Eibisch.
Ab 11.15 Uhr werden am Außenweg des Museums Kutschfahrten angeboten und Kinder haben die Möglichkeit, auf den freundlichen Huzulen-Ponys zu reiten. Ebenfalls ab 11.15 Uhr wird die Arbeit der Pferde im Holz gezeigt, wofür man besonders gut erzogene Pferde braucht, und das Bierfassl, das Stephan Hofmann mit seinem sechsspännigen Wagen bringt, wird angezapft.
Ab 13.00 Uhr werden die verschiedenen Gespanne und Rassen mit Feldarbeitgeräten im Parcours vorgestellt. Anschließend begeben sich die Pferde zu Feldarbeiten im Museumsgelände. Unter anderem sehen die Besucher, wie der Mist von Hand aufgeladen, ausgefahren, abgeschlagen und ausgebreitet wird. Arbeitsgeräte wie Pflug, Egge, Sämaschine, Bodenwalze und Böhmischer Pflug kommen zum Einsatz. Birgit Simmeth vom Landesbund für Vogelschutz wird ab 13.00 Uhr mit interessierten Kindern beim Wirtshausteich das vielfältige Leben im Wasser erkunden.
Im Nachmittagsprogramm wird um 14.00 Uhr der „Mechanische Heimatberg“ vorgeführt, eine Landschaft mit Städten, Burgen und Bergwerken, die die Restauratoren des Museums in mühsamer Arbeit wieder zum Leben erweckt haben. Gustav Meinl, der das Prachtstück in den 1960er Jahren gebaut hat, versah die Landschaft mit einer komplizierten Mechanik, so dass sich alle Figuren bewegen können und außerdem noch eine Eisenbahn hindurchfährt. Johannes Müller, der Metallrestaurator des Museums, gibt gerne Auskunft über das kleinteilige Wunderwerk, das nicht nur Kinder begeistert.
Auf der Wiese südlich des Waldlerdorfes werden ab 14.30 Uhr die unterschiedlichen Pferderassen vorgeführt. Mit fachgerechten Erklärungen wird die Veranstaltung von Herbert Weigl moderiert. Auch die Holzarbeiten werden wiederholt. Die Huzulen und Koniks aus den Steppen und Wäldern Osteuropas und die stolzen Friesen zeigen ihr Können beim Reiten. Ein Geschicklichkeitswettbewerb zeigt, ob Ross und Pferdekutscher wirklich im Einklang miteinander handeln. Zur Pferdewirtschaft gehört auch ein Hufschmied. Bei der Zielheimer Schmiede aus Klardorf wird Werner Stubenvoll zwischen 11 und 15 Uhr Hufeisen schmieden und Pferde beschlagen.
Zum feierlichen Abschluss gegen 16.00 Uhr findet ein Umzug aller Wagen durch das Museumsgelände statt.