 Zum Semesterstart präsentierte VHS-Leiter Manfred Lehner dem Landrat ein breites Bildungsangebot der Volkshochschule Amberg-Sulzbach. Bild: Uschald |
AMBERG-SULZBACH. Nachhaltige Bildung lohnt sich auch finanziell. Diese frohe Kunde konnte VHS-Leiter Manfred Lehner zum Start des Frühjahrssemesters der Landkreis-Volkshochschule an Landrat Richard Reisinger vermelden.
Anlass der Zwischenbilanz war nicht nur ein Rückblick auf die sehr positiven Anmeldezahlen, sondern vor allem auch die Bewilligung eines Zuschusses von 25.000 Euro aus dem neu geschaffenen Topf „Forschung und Entwicklung“ des Bayerischen Volkshochschulverbandes (BVV) für besonders innovative Projekte in der Erwachsenenbildung. Die Förderung wird vom BVV für die Erstellung eines umfassenden Konzeptes und konkreter Bildungsangebote rund um Zukunftsthemen wie umweltgerechte Lebensstile, Klimaschutz und Erneuerbare Energien vergeben.
Hintergrund ist, dass in vielen bayerischen Volkshochschulen das Leitthema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ eher noch stiefmütterlich behandelt wird, obwohl zum Beispiel der Bayerische Gemeindetag ausdrücklich den Klimaschutz als eine wichtige Investition in den Zukunftsbereich Bildung sieht. Gemeinsam mit den Volkshochschulen Neumarkt, Weiden, Cham sowie Passau will die VHS Amberg-Sulzbach dies ändern.
Im Rahmen eines einjährigen Modellprojektes werden u.a. Qualifizierungsprogramme und neue Lehrmaterialien für Kursleiter entwickelt, erfolgreiche Aktionsprogramme als „Gute-Praxis-Beispiele“ zusammengestellt, europäische Lernpartnerschaften gestartet und Ausbildungsmodule, von der Schulung „Senioren als Umwelttrainer“ bis zur Qualifizierung von „Solartechnikern erprobt.
Drehscheibe für alle Aktivitäten wird das Zentrum für Erneuerbare Energien in Ensdorf sein, für Landrat Richard Reisinger ein Beleg dafür, dass die wegweisende Entscheidung des Kreistags, das ZEN finanziell abzusichern, überregional Schule machen werde.