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NEUSTADT. Beamte des Bundespolizeirevier (BPOLR) Bahnhof Weiden haben im Regionalexpress auf Höhe Neustadt/WN die Einschleusung von drei jungendlichen Afghanen gestoppt. Am Bahnhof in Wiesau holte die Bundespolizei die vier Männer schließlich aus dem Zug.
Ein 29 – jähriger mitreisender Norweger fungierte dabei als Schleuser. Er war zur Abholung des Trios von Oslo nach Wien geflogen. Er hatte die drei Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren in Wien getroffen und wollte sie nach Schweden bringen. Geld habe er dafür angeblich nicht erhalten, ganz im Gegenteil, er habe die Zugfahrt der jungen Afghanen finanziert.
Die Odyssee der drei Afghanen dauerte bereits annähernd fünf Monate und ging von Afghanistan aus über den Iran, Pakistan, Türkei, Österreich und endete schließlich in Deutschland.
Bei der viertägigen Reise von der Türkei nach Österreich mussten die Burschen die ganze Zeit in einem Lastwagen zwischen Kartons verbringen und durften das Fahrzeug nicht verlassen. Sie hatten nach eigenen Angaben nur Datteln zu essen und keinerlei Trinkwasser dabei.
Inwieweit der Skandinavier, mit persischen Wurzeln, für die Organisation der gesamten Reise verantwortlich war, werden die Ermittlungen der Bundespolizei zeigen.
Dem Norweger führten die Ermittler den Haftrichter vor, der Untersuchungshaftbefehl erließ. Die jungen afghanischen Männer übergaben die Beamten in die Obhut des Jugendamtes.