 Polizeipräsident Rudolf Kraus informierte den Landrat bei seinem Antrittsbesuch über aktuelle Themen aus der Arbeit der Polizei. Zur Erinnerung überreichte ihm Richard Reisinger das Landkreisbuch. Bi |
Rudolf Kraus, Polizeipräsident der Oberpfalz, erläuterte Landrat Richard Reisinger bei seinem Besuch im Landratsamt die Struktur des Polizeipräsidiums Oberpfalz.
Herzstück dabei ist das Präsidium mit der Polizeieinsatzzentrale in Regensburg. Erfreulich war die Nachricht, dass der Landkreis aus Sicht der Polizei als relativ sicher gilt.
Rund 2300 Polizeibeamte in 36 Dienststellen in der gesamten Oberpfalz mit 28 Schutzpolizeiinspektionen, 3 Verkehrspolizeiinspektionen, 4 Kriminalpolizeiinspektionen und 1 Polizeiinspektion Fahndung werden von Regensburg aus koordiniert - und das auch mit teilweiser Übernahme der Einsatzführung vor Ort.
„Insgesamt ist eine Zunahme von Gewaltdelikten und Sachbeschädigungen in der Oberpfalz zu verzeichnen“, so Polizeipräsident Kraus auf die Frage von Landrat Reisinger, wie die Kriminalitätsentwicklung denn sei, „und bei einer Aufklärungsquote von ca. 65% ist die Polizei vor allem bei der Bekämpfung von Serienaufbrüchen und Bandendelikten in letzter Zeit sehr erfolgreich“, so Kraus weiter. Dabei errechnet sich für den Landkreis Amberg-Sulzbach laut Kraus nach dem Landkreis Regensburg die niedrigste Häufigkeitszahl (2987). Die Häufigkeitszahl ist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle insgesamt oder innerhalb einzelner Deliktsarten, errechnet auf 100 000 Einwohner.
Landrat Reisinger sprach auch die Problematik des übermäßigen Alkoholkonsums an, denn rund 50 % der Körperverletzungsdelikte werden unter Alkoholeinfluss verübt. „Erfreulich ist, dass die Anzahl der alkoholbedingten Verkehrsunfälle insgesamt rückläufig ist. Leider sind jedoch die Unfallzahlen mit nicht angepasster Geschwindigkeit um ca. 12,41% gestiegen. Hauptunfallursachen sind Geschwindigkeitsüber-schreitungen und Vorfahrtsverletzungen, so die Bilanz von Kraus.