REGENSBURG. Mit einem Festakt ist am Freitag, den 17. Februar 2012, im Erlanger Rathaus die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK Bayern) offiziell gegründet worden. Der eingetragene Verein setzt sich aus 38 bayerischen Städten, Gemeinden und Landkreisen zusammen, denen der Radverkehr besonders am Herzen liegt – darunter die Stadt Regensburg. In seiner Sitzung am 30. Juni 2011 hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, der AGFK Bayern beizutreten.
Bei der Gründungsversammlung setzten die Vertreter der Mitgliedskommunen die Vereinssatzung in Kraft. Ihre zentrale Aufgabe sieht die AGFK Bayern demnach darin, die Nahmobilität nachhaltig zu fördern, insbesondere den Fahrradverkehr. Einerseits, um so die Umwelt zu schonen, andererseits, um Fitness und Lebensqualität bayerischer Bürger zu steigern. Erreicht werden soll das Ziel unter anderem durch gemeinsame Projekte und Aktionen, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, die Verbesserung der Verkehrssicherheit, Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern und die Vernetzung kommunaler Radverkehrsaktivitäten. Die Geschäftsführung liegt bei der Stadt Erlangen.
Daneben einigte man sich bei der Gründungsversammlung auf Aufnahmekriterien, die mögliche Beitrittskandidaten erfüllen müssen. So sollen beitrittswillige Kommunen oder Landkreise eine politische Grundsatzentscheidung für die Radverkehrsförderung treffen, eine fahrradfreundliche Infrastruktur schaffen, pflegen und erhalten, fahrradbezogene Dienstleistungen initiieren und ein fahrradfreundliches Klima erzeugen. Die Einhaltung der Kriterien wird vor der Aufnahme und in regelmäßigen Abständen von sieben Jahren von einer unabhängigen Kommission geprüft.
Anschließend wurden Vorstandschaftswahlen abgehalten: Als Vorsitzende wählten die Vertreter Marlene Wüstner (Erlangen), erster stellvertretender Vorsitzender wurde Hep Monatzeder (München), zweiter stellvertretender Vorsitzender Michael C. Busch (Landkreis Coburg), dritter stellvertretender Vorsitzender Georg Krenn (Vilshofen a. d. Donau). Die weiteren Wahlergebnisse: Kassenprüfer: Thomas Weiler (Regensburg) und Thomas Hertha (Augsburg), stellvertretende Kassenprüfer: Dirk Kleinerüschkamp (Aschaffenburg) und Volker Reichle (Kempten), Bestätigung Geschäftsführer: Thomas Neubauer (Erlangen), Bestätigung stellvertretender Geschäftsführer: Joachim Kaluza (Erlangen).
Begleitet und unterstützt wird die Initiative durch den Bayerischen Städte-, Gemeinde und Landkreistag, sowie das Bayerische Innenministerium, das die AGFK Bayern jährlich mit 50 000 Euro unterstützt. Innenminister und Schirmherr der Arbeitsgemeinschaft, Joachim Herrmann, betonte in seiner Festansprache, dass ihm die Förderung des Radverkehrs stets ein großes Anliegen gewesen sei. Besonders hob er das Vorzeigebeispiel Erlangen hervor, wo der Radverkehr mittlerweile 30 Prozent des Verkehrsaufkommens ausmacht.
Vereinslogo gesuchtDas Einzige, was der AGFK Bayern nun noch fehlt, ist ein passendes Logo, das den Verein adäquat repräsentiert und insbesondere auf das zentrale Ziel der Nahmobilität verweist. Aus diesem Grund lobt der Verein einen einstufigen Ideenwettbewerb mit Preisgeld aus. Vorschläge können bis zum 14. März 2012 bei der AGFK Bayern eingereicht werden. Nähere Informationen sind im Internet unter
www.agfk-bayern.de zu finden.