 Maciejowski |
REGENSBURG. Marcin Maciejowski (*1974 in Grojec, Polen) erhält als erster polnischer Künstler den Lovis Corinth Preis.
Zu diesem Anlass präsentiert das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg vom 2. Juli bis 29. August eine große Ausstellung des international angesagten Malers. Die Preisvergabe erfolgt im Rahmen der Eröffnung, am 1. Juli um 19 Uhr. Die Auszeichnung wird, wie seit über 30 Jahren, durch das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg und die KünstlerGilde Esslingen vorgenommen.
Die Ausstellung im Kunstforum gibt mit 60 ausgewählten Bildern einen repräsentativen Einblick in das Schaffen von Marcin Maciejowski. Die Themen seiner meist großformatigen Leinwandarbeiten dokumentieren seine Auseinandersetzung mit Fragen zu Gender, der Medienwelt und Werbung sowie Pop-Art und Politik, Religion und kultureller Identität. Ironie und scharfsinnige Beobachtungsgabe zeichnen den künstlerischen Stil des Malers aus.
„Marcin Maciejowski leistet mit seiner Malerei einen wesentlichen Beitrag für die Gegenwartskunst – nicht nur im östlichen Europa“, erklärt Dr. Andrea Madesta, Direktorin des Kunstforums. „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr diesen jungen Künstler für sein Werk und seine Bedeutung auszeichnen können.“ Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Preis dank der Stiftung der Freunde und Förderer des Kunstforums mit einem Preisgeld von 10.000 Euro versehen. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählen u.a. Karl Schmidt-Rottluff, Oskar Kokoschka, Markus Lüpertz und Sigmar Polke.
Als Vorlage für seine Kunst dienen Maciejowski Zeitschriften- und Buchillustrationen, Filmausschnitte oder Alltagsszenen. Er erfasst dieses breite Themenspektrum in einer ironisierenden Malerei, die in ihrer Ausführung die mediale Grenze zur Fotografie in Frage stellt. Die comichaft reduzierten Darstellungen ergänzt Maciejowski mit Sprechblasen und Bildunterschriften und eröffnet damit vielschichtige Bedeutungsebenen. So unprätentiös die Bilder auf den ersten Blick wirken, so facettenreich erscheinen sie in der Betrachtung. Beeindruckend ist das feine Kolorit - die Leinwände strahlen in leuchtenden Farben oder faszinieren durch elegantes Schwarz-Weiß.
Der 36-jährige Marcin Maciejowski lebt und arbeitet in Krakau. Während seines Grafikstudiums, das er von 1996 bis 2001 an der Krakauer Akademie der Schönen Künste absolviert, gründet er mit seinen Kollegen Rafał Bujnowski, Marek Firek, Wilhelm Sasnal und Józef Tomczyk die legendäre Künstlergruppe 'Grupa Ładnie' ('Gruppe Hübsch'). Diese wird Ende der 1990er Jahre vor allem durch ihr Kunstprojekt 'Pismo We Wtorek' ('Die Zeitung am Dienstag') und ihre regionalen Kunstauftritte international populär. Maciejowskis Bilder haben heute in Polen Kultstatus.
'Marcin Maciejowski zählt zu den jungen polnischen Künstlern, die sich unprätentiös und aufgeschlossen sowohl mit der west- als auch mit osteuropäischen Kulturszene auseinandersetzen', erklärt Dr. Andrea Madesta, Direktorin des Kunstforums. 'Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr diesen jungen Künstler für sein Werk auszeichnen können.'
Dank der Stiftung des Vereins der Freunde und Förderer des Kunstforums ist der Preis zum ersten Mal seit zehn Jahren mit einem Preisgeld von 10.000 Euro versehen. Prominente Preisträger der vergangenen Jahre sind u.a. Karl Schmidt-Rottluff, Oskar Kokoschka, Markus Lüpertz und Sigmar Polke.
Ein umfangreiches Programmangebot begleitet die Ausstellung.