 1. Bürgermeister Peter Hampel und 2. Bürgermeisterin Cornelia Schwamberger erörterten mit OWV-Hauptwegemeister Kurt Heinold die neue Streckenführung des Wanderwegs E 6 („Nurtschweg) im Gemeindegebiet |
Zertifizierung und Neutrassierung des Wanderweges „Nurtschweg“
Bärnau. (bir) Wandern liegt im Trend. Dies belegen eindeutig repräsentative Studien zum Wandertourismus. Zu den wichtigsten Motiven fürs Wandern zählt, Natur erleben zu wol-len, etwas für die Gesundheit zu tun sowie der Wunsch nach Ruhe und Erholung.
Dem Wanderer kommt es vor allem auf die Erlebnisse an, deshalb ist die Attraktivität der Wanderwege von großer Bedeutung. Nur qualitativ hochwertige Wanderwege können ihr Potential ausschöpfen und dadurch zur regionalen Entwicklung beitragen.
Aus diesem Grunde soll jetzt der Europäische Fernwanderweg E 6 zwischen Waldsassen und Waldmünchen („Nurtschweg“) qualitativ aufgewertet werden, sodass dieser den Qualitätsstandard des Wanderwegs „Goldsteig“ erreicht. So würde der Oberpfälzer Wald und der Obere Bayerische Wald neben dem Goldsteig einen zweiten überregionalen Premiumwanderweg erhalten. Davon ist ein spürbarer Impuls für die touristische Ent-wicklung und damit für die Regionalentwicklung insgesamt zu erwarten. Für die Maßnahme bestehen u.a. Fördermöglichkeiten über die Naturparke (max. 50 %). Derzeit finden ferner Überlegungen statt, ob aus Marketinggründen eine Umbenennung des „Nurtschweges“ erfolgen soll.
Zur Umsetzung des Vorhabens fanden bereits mehrere Nurtschwegkonferenzen im Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee statt. In Zusammenarbeit der Anliegergemeinden des Nurtschweges, des Oberpfälzer Waldvereins (Hauptverein sowie Zweigvereine am Nurtschweg), der Naturparke, des Tourismusverbandes Ostbayern sowie der einzelnen Touristikbüros der Landkreise Schwandorf, Tirschenreuth, Neustadt und Cham wird eine Zertifizierung durch den Wanderverband angestrebt. Die LAG Oberviechtacher & Schönseer Land wird Organisationshilfe leisten.
Entsprechend der Zertifizierungskriterien ist es erforderlich, abschnittsweise eine Neutrassierung des Nurtschweges vorzunehmen. Bevorzugt wurden dabei naturbelassene Wege und Steige, die nicht unmittelbar durch größere Orte führen, aber Sehenswürdigkeiten am Weg einbinden. Der Tourismusverband Ostbayern ist bereit, den Wanderweg „Nurtschweg“ (E6) nach der Zertifizierung in das Goldsteig-Marketing aufzunehmen. Damit ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um den Wanderweg entsprechend vermarkten zu können. Die neue Wegeführung wurde durch Mitglieder des OWV-Hauptvereins ausgearbeitet.
Zur Umsetzung des Projektes ist es erforderlich, dass die schriftliche Zustimmung der betroffenen Grundstückseigentümer eingeholt wird. OWV-Hauptwegemeister Kurt Heinold, der für die Streckenführung im Gemeindegebiet der Stadt Bärnau verantwortlich zeichnet, nahm deshalb im Frühjahr 2010 mit der Stadt Bärnau Kontakt auf. Durch die Stadt Bärnau wurden inzwischen die Grundstücksverhandlungen geführt und die betreffenden schriftlichen Einverständniserklärungen eingeholt. Die Abschlussbesprechung fand kürzlich im Rathaus Bärnau statt. Herr Heinold lobte die vorbildliche Unterstützung und schnelle Bearbeitung durch die Stadt Bärnau, die als erste Kommune Vollzug meldete.
Nach dem Vorliegen der Einverständniserklärungen in den jeweiligen Kommunen soll baldmöglichst mit der geplanten Maßnahme begonnen werden.