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Geschichtsparkteam erhält Verstärkung

Bärnau (awo). Das Geschichtsparkteam erhält seit 1. September 2010 Verstärkung von der Jugendbauhütte Regensburg. Durch das Engagement des Geschichtspark im Bereich der archäologischen Rekonstruktionen war es möglich, schon in diesem Jahr zwei Stellen für ein freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege zu schaffen. Zwei junge Männer werden nun ein Jahr als Freiwillige an der Entstehung des Geschichtsparks mitwirken.
Der Kontakt zur Jugendbauhütte Regensburg entstand bereits im Frühjahr dieses Jahres über das Landesamt für Denkmalpflege. Die Jungendbauhütten sind seit einigen Jahren ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in der Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (Ijgd). Anknüpfend an die Tradition der mittelalterlichen Bauhütten bietet diese Sonderform des Freiwilligen Sozialen Jahres praktische Erfahrungen und eine erste berufliche sowie persönliche Orientierung. Im Rahmen eines Jahres können Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren in Handwerks- und Baubetrieben, bei Architektur- und Planungsbüros oder Denkmalbehörden mitarbeiten. In Seminaren werden begleitend Stil- und Materialkunde, Forschungs- und Arbeitsmethoden, Grundlagen der Denkmalpflege sowie die Bedeutung des europäischen Kulturerbes vermittelt. Unabhängig vom späteren Berufsweg nehmen die Jugendlichen die Erfahrung im Umgang mit Geschichte, Originalsubstanz und ihren handwerklichen Fähigkeiten mit.
In Deutschland gibt es insgesamt 16 Jugendbauhütten. Die Regensburger Hütte ist seit 2009 tätig und der dortige Leiter, Herr Christoph Bücker, ist für insgesamt 22 Freiwillige verantwortlich, die in ganz Bayern tätig sind. Mit Florian Weigelt aus Regensburg und Manuel Auchter aus Ravensburg in Baden-Württemberg sind ab September nun auch zwei dieser Freiwilligen im Geschichtspark Bärnau-Tachov tätig. Nach einem kurzen Einführungsseminar werden sie ab Mitte September an der Entstehung des Geschichtsparks mitwirken. Bücker begeisterte die neue Einsatzstelle, da sie den Jugendlichen eine enorme Palette an Tätigkeitsfeldern aufzeigt. Von den handwerklichen Fähigkeiten beim Häuserbau, zum Landschaftsbau und letztlich auch zum Betrieb eines Freillichtmuseums könnten die jungen Männer enorm viel lernen. Vor allem die grenzüberschreitende Perspektive biete enorm viele Anknüpfungspunkte für weitere Kooperationen. Der Projektleiter des Geschichtsparks Bärnau-Tachov, Benjamin Zeitler, freute sich ebenso, zwei engagierte Mitstreiter gewonnen zu haben. „Das werden ganz tolle Erfahrungen – für beide Seiten“, betonte Zeitler. Nach der offiziellen Vorstellung war man sich jetzt schon einig, dass man am Anfang einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen der Jugendbauhütte Regensburg und dem Geschichtspark stehe.

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