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RÖTZ. Auf dem 706 Meter hohen Schwarzwihrberg liegt oberhalb des Schwarzachtales die malerische Ruine der Schwarzenburg. Auf dem eher beschaulichen und abgeschiedenen Ort zieht vom 13. Juli bis 11 August 2012 wieder Leben ein, der Guttensteiner ist zurückgekehrt.
Vor dem historischen Hintergrund des frühen 16. Jahrhunderts nimmt das Freilichtspiel um Ehre, Rittertum und Verrat seinen Verlauf. Bereits in den fünfziger Jahren wurde auf der Freilichtbühne der Schwarzenburg das Schauspiel „Der Guttensteiner“ sowie weitere klassische Stücke im Rahmen der Schwarzenburg-Festspiele aufgeführt. Im Jahre 1959 blieb dann für lange Zeit das letzte Spieljahr auf der Schwarzenburg. Ein bemerkenswert großer Kreis an Organisatoren, Spielern und Helfern erweckte im Jahr 1995 die alte Spieltradition zu neuem Leben. Etwas entrümpelt und der historischen Wahrheit angepasst, hat nun schon seit 1996 „Der Guttensteiner“ wieder von der Schwarzenburg Besitz ergriffen. Seit 2007 nun werden neben dem heimatgeschichtlichen Festspiel auch Märcheninszenierungen für Jung und Alt auf der Freilichtbühne der Schwarzenburg dargeboten.
Das Spiel - Der Hintergrund
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Heinrich von Guttenstein, Spross einer weit verzweigten böhmischen Adelsfamilie, war von 1505 bis 1510 Inhaber der umfangreichen Herrschaft Schwarzenburg-Rötz-Waldmünchen. Wegen der Beute aus dem Landshuter Erbfolgekrieg kam er mit der Reichsstadt Nürnberg in Streitigkeiten. Zusammen mit seinem Bruder Dietrich auf Flossenbürg unternahm er Raubzüge gegen die Reichsstadt und hielt sich an ihren Untertanen schadlos. Die Nürnberger forderten darauf die Hilfe des Schwäbischen Bundes an. Dem Guttensteiner wurden unmissverständliche Sanktionen angedroht. Deshalb verkaufte er die Schwarzenburg an die Kurpfalz und zog sich in seine Heimat zurück. Vor diesem historischen Hintergrund nimmt das Freilichtspiel seinen Verlauf. Während Heinrich von Guttenstein immer noch an seine ritterliche Ehre denkt, ist sein Bruder Dietrich längst zum Strauchdieb herabgesunken. Beim Überfall eines Nürnberger Kaufmannszuges gerät der angesehene Patrizier Löffelholz in ihre Gewalt. Heinrich interessiert die mitgeführte Erfindung einer Handfeuerwaffe mehr als die materielle Beute, hat er doch erkannt, dass die Zeit der Ritter und Burgen vorüber ist. Darüber gerät er mit seinem Bruder in Streit, dieser wird später sogar zum Verräter. In einer weiteren Spielebene wird das Leben der Rötzer Bürger und der einfachen Bauern des Umlandes deutlich. Guttenstein zeigt sich ihnen gegenüber großzügig, dann aber wird er zum Unterdrücker. Dass Guttenstein letztlich scheitern muss, liegt in der historischen Entwicklung begründet: Ritterliche Adelsgewalt ist gegen den Reichtum und Einfluss der Reichsstädte ebenso verloren wie der Herrschaftsanspruch gegen den aufkommenden Bürgermut. In einer dramatischen Schlussszene verlässt Heinrich von Guttenstein die Schwarzenburg als Verlierer. Ihm bleibt die Erkenntnis, dass die neue Zeit ihren Richterspruch längst gefällt hat.
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Aufführungen:Freitag, 13.07.2012 20.00 Uhr Generalprobe
Samstag, 14.07.2012 20.00 Uhr Premiere
Tickets online bestellenSamstag, 21.07.2012 20.00 Uhr
Tickets online bestellenSamstag, 28.07.2012 20.00 Uhr
Tickets online bestellenSamstag, 04.08.2012 20.00 Uhr
Tickets online bestellenFreitag, 10.08.2012 20.00 Uhr
Tickets online bestellenSamstag, 11.08.2012 20.00 Uhr
Tickets online bestellenBeginn ist jeweils um 20 Uhr.
Eintrittskarten & KartenvorverkaufKartenbestellung und weitere Infos auch im Tourismusbüro in Rötz: Telefon: 0 99 76 / 90 20 73 - Telefax: 0 99 76 / 90 20 75, eMail:
tourist@roetz.de - schriftlich: “Der Guttensteiner”, Postfach 24, 92443 Rötz oder über das Online-Bestellformular.