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Besonders im Winter machen sich veraltete Fenster unangenehm bemerkbar: In ihrer Nähe ist es kühl und zugig, da die Verglasungen schlecht dämmen und die Fensterrahmen im Laufe der Jahrzehnte undicht geworden sind. Moderne Wärmedämmverglasungen und vernünftig konstruierte, dichte Fensterrahmen schaffen hier Abhilfe. Neue Wärmedämmfenster sind zum Beispiel über 100 Prozent besser als alte Verbundfenster und sogar um das Fünffache besser als einfachverglaste Fenster, die unbedingt ausgetauscht werden müssen.
Kalte Außenluft dringt durch undichte Fensterfugen, die Rollladenkästen und Gurtdurchführungen ins Rauminnere und kühlt den Raum aus. Je stärker der Winddruck, desto größer sind die Energieverluste. Gleichzeitig geht Energie auch durch die Wärmeleitung der Fensterfläche, also schlecht dämmende Fensterscheiben und Rahmen, nach außen verloren. Um den Raum dennoch angenehm warm zu halten, muss die Heizung dann mehr Leistung bringen. Im Schnitt werden pro Jahr und Quadratmeter Wohnraum 25 Liter Öl und mehr verbraucht. Auch hier hilft der Einbau neuer Wärmedämmfenster: Bei einer durchschnittlichen Fensterfläche in einem Einfamilienhaus von 25 Quadratmetern lassen sich mit dem Einbau neuer Fenster schon bei den heutigen Energiepreisen 200 bis 400 Euro an Heizkosten pro Jahr sparen.
 Isolierglasfenster passen sich auch in rustikale Fassaden gut ein (Foto: A. Brandl) |
Veraltete Fenster und Glasfassaden sind oft die energetische Schwachstelle des gesamten Gebäudes. Schon bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus können pro Jahr bis zu 500 Liter Heizöl allein durch eine Erneuerung der Fenster eingespart werden.
Für Vermieter ist auch wichtig: Kein Mensch will in einer „zugigen Bruchbude“ leben. Veraltete Fenster und Außentüren schrecken angesichts hoher Nebenkosten sowohl Mieter als auch Kaufinteressenten ab.
Zurzeit helfen zudem zahlreiche Fördermodelle bei der Modernisierung. Sie reichen von Zuschüssen für eine Energieberatung, über zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau bis hin zu Zuschüssen der Länder, Kommunen und regionaler Energieversorger. Wer einen Fensterfachbetrieb beauftragt, kann zusätzlich Steuerermäßigung auf die Handwerkerleistungen geltend machen. Immerhin gibt es bis zu 1200 Euro pro Jahr zurück.