 Profil eines modernen Dreifachglas-Isolierfensters (Quelle: Passivhaus-Institut / Wikimedia Commons) |
Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) vom 1. Oktober 2009 schreibt bestimmte Standards für alle neu einzubauenden Fenster und Rahmen vor. Fachbetriebe erfüllen sämtliche dieser Auflagen auch bereits mit ihren preiswertesten Produkten; dennoch haben manche Extras ihren Sinn.
Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie von mehreren Betrieben ein Komplettangebot anfordern, das jeweils Ausbau, Entsorgung, Einbau nach RAL-Richtlinien und eventuelle Einputzarbeiten enthält. Und nicht zuletzt kommt es auf Ihren persönlichen Geschmack an: Die Tür- und Fensterrahmen sollen Ihnen ja auch lange Jahre Freude bereiten und optisch ansprechend sein.
Im Rahmen einer Fenstersanierung ist es häufig auch sinnvoll, eine Rollladensanierung durch eine Dämmung des Rollokastens oder Anbau spezieller Thermo-Elemente durchführen zu lassen, um diese klassische Kältebrücke zu eliminieren. Wenn die Fenstererneuerung mit einer Außendämmung kombiniert wird, ist es meistens sinnvoll, auch die Lage des Fensters zu überprüfen und es weiter nach außen, in die Dämmebene, zu verschieben. Um bei einer Altbau-Sanierung beste Ergebnisse zu erzielen, sollte die Fenstererneuerung mit einer energetischen Verbesserung der Wand-, Boden- und Deckenflächen einhergehen, und diese Maßnahmen sollten auch zusammen geplant werden.
Die meisten Hersteller bieten inzwischen Dreifach-Isolierglas an, doch gibt es hier große Unterschiede. Der sogenannte Ug-Wert, der die Abgabe von Wärme an die Umgebung angibt, kann schwanken. Moderne Gläser erreichen einen Ug-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) von 0,6 und besser. Je niedriger dieser Wert, desto besser isoliert das Glas.
Die neue Wärmedämmung kann jedoch auch zu Problemen führen, die Sie bisher nicht kannten: Da die Tür- und Fensterdichtungen jetzt weitgehend luftdicht abschließen, ist es wichtig, verstärkt auf regelmäßiges Lüften zu achten. Es wird geschätzt, dass in einem durchschnittlichen Haushalt pro Tag etwa acht Liter Wasserdampf durch Kochen, Zimmerpflanzen und nicht zuletzt durch den Menschen selbst anfallen, die sich als Wasser in unentdeckten Kälteritzen niederschlagen und Nährboden für Schimmel bilden.
Und noch ein anderes Problem kann es geben: Da die Wärme drinnen bleiben soll, tut sie das auch im Sommer. Also denken Sie bei Ihren Umbaumaßnahmen auch an Abschattungsmaßnahmen für sonnige Tage, wie zum Beispiel Markisen oder Jalousien.