 Der „Steppenläufer“, eine Wüstenpflanze (Bild: Edmond Meinfelder, Wikimedia Commons cc-by-sa) |
Angesichts des gescheiterten Klimagipfels in Kopenhagen fordert der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) erst recht einen schnellen Ausbau regenerativer Energiequellen in Deutschland.
„Der Klimawandel wartet nicht. Deshalb müssen wir die Erneuerbaren Energien auch ohne verbindliches Klimaabkommen weiter zügig ausbauen. Sie sind die einzigen Energieträger, die unseren CO2-Ausstoß sofort drastisch senken“, sagt BEE-Präsident Dietmar Schütz. Allein im letzten Jahr konnten die Erneuerbaren Energien in Deutschland über 100 Millionen Tonnen CO2 einsparen. „Das zeigt, wie viel wir durch richtige politische Rahmenbedingungen für den Klimaschutz erreichen können.“
„Kohle-, Öl- oder Uranförderung verursachen massive Naturzerstörungen, schädigen die Gesundheit der Menschen in den Förderregionen und führen zur Vertreibung von Bewohnern ganzer Landstriche“, unterstreicht Schütz. Der umfassende Einsatz Erneuerbarer Energien sei die richtige Lösung für diese schwerwiegenden Probleme und ermögliche eine nachhaltige und umweltverträgliche Energieversorgung auf Dauer. „Erneuerbare Energien sind in Kombination mit einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz der wichtigste Teil der Lösung unseres Klimaproblems. Gleichzeitig können wir mit diesen Technologien Arbeitsplätze schaffen, regionale Wertschöpfung steigern und die Abhängigkeit von teuren Rohstoffimporten senken“, so der BEE-Präsident.
Die großen Potenziale der Erneuerbaren Energien aus Wind, Sonne, Wasser, Bioenergie sowie Erd- und Umweltwärme hätten sich in der Vergangenheit gerade in Deutschland gezeigt. So sei ihr Anteil allein im Stromsektor durch entschlossenes politisches Handeln in den vergangenen zehn Jahren von fünf auf über 15 Prozent verdreifacht worden. Insgesamt seien in der deutschen Erneuerbaren-Branche 280.000 Arbeitsplätze entstanden, ihr Umsatz betrage rund 30 Milliarden Euro pro Jahr. Zudem setzten immer mehr Länder gezielt auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Vom weltweit wachsenden Markt könne insbesondere Deutschland als Technologieführer in diesem Bereich profitieren.
(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energien)