 (v.li.) Kulturreferent Norbert Fischer, Bürger-meister Rudolf Maier, Regisseur Johannes Reitmeier. Foto: Stadt Amberg |
AMBERG. Einer der Höhe-punkte im Jubiläumsjahr „975 Jahre Amberg“ erwartet die Zuschauer und Gäste mit dem Stadt-schauspiel, das unter dem Titel „Amberger Welt-theater – Der Herbst des Winterkönigs“ vor der Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg zur Aufführung kommt. Das barocke Historienspiel um die fiktive Rückkehr des geschlagenen und geächteten Friedrich V. nach Amberg wird von 15. Mai bis 1. Juni in insgesamt zwölf Vorstellungen auf die eigens zu diesem Zweck errichtete Bühne gebracht. Der Text und die szenische Konzeption dieses Stücks stammen von dem Autoren, Festspielmacher und Intendanten Johannes Reitmeier. Für die Musik, Inszenierung und musikalische Leitung zeichnet der Dirigent, Komponist und Arrangeur Roger E. Boggasch verantwortlich. Regisseur Johannes Reitmeier war mit vor Ort, als Bürgermeister Rudolf Maier, Kulturreferent Norbert Fischer und Kulturamtsleiter Thomas Boss dieses unkonventionelle Festspiel vor Ort auf dem Mariahilfberg am Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellten. Mit dem Musicaldarsteller Andy Kuntz in der Rolle Friedrich V. und der Sängerin Astrid Vosberg als Elisabeth Stuart konnten zwei herausragende Protagonisten für dieses historische Schauspiel gewonnen werden. Ihnen zu Seite stehen die Mitglieder der Freudenberger Bauernbühne, der Bühne Hahnbach, der Haagerthaler Bauernbühne, der Stadtwache Amberg sowie Bürgerinnen und Bürger. Für die instrumentale Umsetzung der Inszenierung, deren Produktionsleitung in den Händen von Benno Schißlbauer und Jürgen Huber liegt, sorgt gemeinsam mit ihrem Frontmann Andy Kuntz die bekannte Rockband „Vanden Plas“. Sie nimmt den von Roger E. Boggasch gesponnenen musikalischen Leitfaden auf und schafft gemeinsam mit den Sängern eine atmosphärische Klangkulisse von großer Wirkung.
Szenisch-musikalisches GesamtkunstwerkDabei lassen Sprechgesang im Stile Carl Orffs, verschiedenste Solo- und Ensembleszenen und ein breites Spektrum an lautmalerischer Programmmusik ein szenisch-musikalisches Gesamtkunstwerk entstehen. Die Sprache des Stückes wechselt zwischen Mundart und Hochdeutsch. Die Handlung umfasst derbe Komik und höfisches Spiel ebenso wie fast kammerspielartige Szenen. Mit dieser gelungenen Darstellungsmischung wird ein fiktives Geschehen auf die Bühne gebracht, dessen Hintergründe geschichtlich gesichert und wissenschaftlich aufgearbeitet sind. Es hat die Rückkehr des einst glanzvollen, jetzt aber entmachteten Kurfürsten und Königs Friedrich V. nach Amberg zum Inhalt. Hier angekommen, warten jedoch nur weitere Demütigungen auf den Herrscher. Dies vor allem in Form einer Komödiantengruppe, die Friedrich anhand der sieben Todsünden in seinem Glanz und Elend charakterisieren. Seine Rechtfertigungsversuche schlagen fehl und Friedrich muss noch einmal – das letzte Mal – vom Ort des Geschehens fliehen, um endgültig in seinem Lebensherbst anzukommen.
Gemeinsam und im Beisein von Mitwirkenden und Sponsoren wurde bekannt gegeben, dass die Tickets für dieses Ereignis bereits ab dem kommenden Montag, 15. Dezember, erhältlich sind. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 20 Euro und 15 Euro mit Ermäßigung. Vorverkaufsstellen sind die Tourist Information Amberg, Hallplatz 2, Telefon 09621/10233, e-Mail
tourismus@amberg.de,
www.amberg.de sowie
www.ticketonline.de.