„Schlaf Kindlein schlaf, der Vater hüt die Schaf ...“ Generationen von Müttern und Vätern haben mit diesem Lied ihre Kinder in den Schlaf gesungen und dabei gehofft, dass sie bald tief und fest schlafen. Alle Eltern kennen aber auch die Angst, das Kind könnte zu tief schlafen und nicht mehr wach werden. Immer und immer wieder lauscht die Mutter, ob sie das ruhige Atmen ihres Säuglings noch hört. Während des Schlafs kann es im ersten Lebensjahr zum plötzlichen Kindstod kommen. Glücklicherweise ist das ein sehr seltenes Ereignis. Dennoch sterben in Deutschland immer noch Kinder am plötzlichen Kindstod. Ein paar einfache Maßnahmen können helfen, das Risiko für ihr Kind auf ein Minimum zu reduzieren. Das Gesundheitsamt möchte Sie darüber informieren, wie Sie für ihr Kind eine optimale Schlafumgebung schaffen können. Die aufgeführten Empfehlungen des Bayer. Landesamts für Gesundheit und der Stiftung Kindergesundheit sind wissenschaftlich belegt und haben sich in der Praxis bewährt.
Säuglinge schlafen noch sehr viel. Sie benötigen in den ersten Lebensmonaten zwischen 16 und 19 Stunden und mit 3 Monaten etwa 13-15 Stunden Schlaf pro Tag.
Im ersten Jahr sollte das Baby im Elternschlafzimmer im eigenen Bettchen schlafen. Ihr Baby sollte vom ersten Tag an immer auf dem Rücken schlafen, auch am Tage. Dies ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme für einen sicheren Schlaf Ihres Babys. Gut sind auch Babyschlafsäckchen. Sie sind sicherer als Decken. Sie lassen sich nicht wegstrampeln oder über den Kopf ziehen. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Säckchen nicht zu groß und die Halsöffnung nicht größer als der Kopfumfang ist. In Fachgeschäften werden spezielle Neugeborenenschlafsäckchen angeboten. Wichtig ist auch der Schutz vor Überwärmung. Halten Sie das Schlafzimmer auch im Winter nicht wärmer als ca. 18 Grad. Wenn Ihr Baby im Nackenbereich schwitzt, ist die Umgebung zu warm. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind nicht unter Kissen, Nestchen, Decken oder Kuscheltieren ersticken kann.
Wichtig ist, dass das Schlafzimmer rauchfrei ist. Rauchen während der Schwangerschaft und nach der Geburt erhöht das Risiko für Erkrankungen sowie für den plötzlichen Kindstod. Verzichten Sie in der Wohnumgebung auf das Rauchen. Rauchen Sie nicht in Anwesenheit des Babys.
Stillen ist bekanntermaßen gesund. Wenn möglich, sollten Sie ihr Baby 6 Monate lang stillen. Das stärkt seinen Organismus und sein Immunsystem. Ist Ihr Baby auffallend apathisch, unruhig oder zeigt es Hinweise auf Infekte, hilft Ihnen gerne Ihre Ärztin/Ihr Arzt oder Ihre Hebamme weiter. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.lgl.bayern.de und unter
www.schlafumgebung.de.